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Es sind die schönsten Stimmen Russlands, die Faszination der russischen Tradition, die die Menschen bei den Konzerten des Moskauer Kathedralchors in den Bann ziehen. Darunter die Oktavisten, die tiefsten Bässe der Welt, von denen es...

16 mars 2019

Cube 521
MARNACH

Musique

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Es sind die schönsten Stimmen Russlands, die Faszination der russischen Tradition, die die Menschen bei den Konzerten des Moskauer Kathedralchors in den Bann ziehen. Darunter die Oktavisten, die tiefsten Bässe der Welt, von denen es weltweit nur eine Handvoll gibt, Stimmlagen, wie sie äußerst selten sind und die insbesondere in Russland im Kontext sakraler Musik noch immer kultiviert werden. Der Moskauer Kathedralchor, der weltweit zu den besten seines Fachs gezählt wird, setzt sich aus professionellen Sängerinnen und Sängern zusammen. Mit dabei werden als Solisten auch Oktavisten sein (insgesamt 40 Sängerinnen und Sänger). Gebildet aus Mitgliedern der renommierten Moskauer Chorkunstakademie, vermitteln hier Männer- und Frauenstimmen ein Wunderwerk an Harmonie und Klang.



Die bekannten Vespern op. 37 von Sergej Rachmaninow sind wohl eines der schwierigsten und zugleich schönsten Werke der russischen Chorliteratur. Untrennbar mit der Tradition der orthodoxen Kirche verbunden, folgen die von Gebeten, Bittgesängen und Bibelversen umrahmten Chorsätze dem liturgischen Ablauf eines Gottesdienstes am Vorabend kirchlicher Feiertage. Im Gebrauch der Ausdrucksmittel und Klangfarben wesentlich freier als bei der Liturgie, verleiht Rachmaninow den Texten ungebändigten subjektiven Ausdruck und klangliche Lebendigkeit.



Rachmaninow gelang es in seiner Komposition für Chor a cappella originale Kirchengesänge mit Neuschöpfungen zu einer Einheit zu verschmelzen und eine solche emotionale Tiefe zu erreichen, dass den Vespern bei ihrer Uraufführung im Jahre 1915 ein triumphaler Erfolg beschieden war.



Mit ihrem Programm verbinden die 40 Sängerinnen und Sänger die langen Traditionen des westlichen und des östlichen Kirchengesangs miteinander und schlagen damit auch eine Brücke zwischen den Kulturen in Ost und West. Die Gesänge werden a capella eindrucksvoll und in musikalischer Vollkommenheit gesungenen, da die russisch-orthodoxe Liturgie keine Instrumente verwendet.
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