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Axensprung Theater Hamburg. Anlässlich des 100. Jahrestages des Kriegsendes. Schlussveranstaltung des Zyklus "Lëtzebuerg an den Éischte Weltkrich" in Clervaux. Unter der Schirmherrschaft der Botschaft der Bundesrepublik...

19 oct.

Cube 521
MARNACH

Arts de la scène

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Axensprung Theater Hamburg. Anlässlich des 100. Jahrestages des Kriegsendes. Schlussveranstaltung des Zyklus "Lëtzebuerg an den Éischte Weltkrich" in Clervaux. Unter der Schirmherrschaft der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland. Mit der Unterstützung des Auswärtigen Amtes, der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg, der Konrad Adenauer-Stiftung.

Weltenbrand ist ein Versuch, das Unbegreifliche dieser europäischen Katastrophe fassbarer zu machen; die Annäherung an eine Generation, "die vom Kriege zerstört wurde, auch wenn sie den Granaten entkam" (Erich Maria Remarque).

Darsteller: Michael Bideller, Oliver Hermann, Markus Voigt

Szenische Einrichtung: Erik Schäffler

Komposition & Musik: Markus Voigt

Textbearbeitung: Michael Bideller

Produktionsleitung: Oliver Hermann

WELTENBRAND - Die Geschichte des Kriegsfreiwilligen Reisiger. Basierend auf dem Roman "Heeresbericht" (1930) in dem der Autor Edlef Koeppen seine Erlebnisse im Ersten Weltkrieg verarbeitet, erzählt WELTENBRAND die Geschichte des jungen Reisiger, der - wie so viele! - euphorisch in den Krieg zieht. Erst begeistert und mit Pflichtgefühl, dann mit zusammengebissenen Zähnen und schierer Verzweiflung der irrsinnigen Maschinerie des Krieges ausgesetzt. Er gerät in den zermürbenden Kriegsalltag im Schützengraben, in sinnloses Trommelfeuer, Kavalleriemassaker und Gasangriffe, wird verletzt, kehrt freiwillig zurück und erlebt, eingeholt von der Realität des Grauens und der Zerstörung, ernüchtert den Zerfall jeder Moral. Mit zeitgenössischen Zitaten und Fotos, vertonten Gedichten August Stramms, Bildern von Otto Dix und einer Ebene aus Geräuschen und Musik verbindet sich diese Geschichte zu einem zeitlosen und intensiven Theatererlebnis.



Am Beispiel der Generation unserer Groß- und Urgroßeltern wird auf beklemmende Weise klar, was Krieg mit dem Einzelnen macht. Damals wie heute.



VOR HUNDERT JAHREN brach mit dem Ersten Weltkrieg die Urkatastrophe über den europäischen Kontinent herein. Sie dauerte vier Jahre. Er war der erste "moderne" Krieg, gekennzeichnet durch die Mobilmachung aller menschlichen, wirtschaftlichen und industriellen Ressourcen. An den Fronten im Osten wie im Westen verwüstete er weite Landstriche und trieb ganze Provinzen in den Ruin. Drei Kaiserreiche tilgte er von der politischen Landkarte. Fast zehn Millionen Soldaten verloren in ihm ihr Leben - Menschen jeglicher Nationalität, Herkunft, Religion und Hautfarbe. Sie kamen aus Europa und Nordamerika, aus den Ländern des Commonwealth und den Kolonien in Afrika, Indien und Ostasien. Sie waren Söhne, Brüder, Ehemänner und Väter. Dazu kamen ca. fünf Millionen tote Zivilisten: Kinder, Frauen, alte Menschen.



Dauer: 85 Minuten
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